Schreiberhandwerk


chreiber war im späten Mittelalter ein angesehener und hochbezahlter Beruf. Zwar war das Schreiben kein Vorbehalt der Geistlichkeit mehr, der größte Teil der Menschen konnte aber dennoch nicht Lesen und Schreiben, und das aufkommende Aktenwesen und die Ausbreitung des Handels erforderte jetzt große Mengen Geschriebenes.

Im späten 15. Jahrhundert schrieb man die meisten Dinge bereits auf Papier, nur noch wichtige Texte, die lange haltbar sein mußten (wie Urkunden) schrieb man auf das teurere Pergament.

Der sich rasend schnell verbreitende Buchdruck machte dem Schreiber zwar Konkurrenz, dennoch blieb seine Kunst, gerade für Dokumente, die sich in ihrer Qualität von der "Masse" absetzen sollten, weiterhin hochgeschätzt und unverzichtbar.