ar Nürnberg im späten Mittelalter schon weltberühmt für die dort hergestellten Klingen und Rüstungen, so war die Stadt auch führend in der noch relativ neuen Technik der Feuerwaffen.Obwohl noch vertreten, kam man mehr und mehr ab von der Armbrust als gängige Fernwaffe für einfache, ungeübte Schützen (das eher in England verbreitete Bogenschießen z.B. erfordert ein hohes Maß an Kraft und Übung). Man stattete die Schützen jetzt mit Büchsen aus, relativ einfachen, mittels Lunte gezündeten, Schwarzpulverfeuerwaffen. Die meisten dieser Vorläufer des modernen Gewehrs waren mit einem großen Haken ausgestattet ("Hakenbüchsen"), mit denen man sie an einer Mauer oder Schießscharte einhängen konnte, um den Rückstoß abzufangen. Nach heutiger Sicht mögen diese Waffen als klobig und primitiv gelten, jedoch belegen Überlieferungen über die beliebten Schützenturniere, daß man mit Handfeuerwaffen des 15. Jahrhunderts auf 150 Meter und mehr zielgenau in einen 20 cm Kreis treffen konnte. Im Verein verwenden wir Repliken mit Böllerbeschuß, so daß wir es auch außerhalb von Schießbahnen legal Krachen lassen können. |
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